Die Aus- und Weiterbildung von Berufsleuten von morgen ist der Firma Weibel Druck AG ein grosses Anliegen. Jungen Leuten den Einstieg in die Branche ermöglichen ist die Grundlage für den Aufbau von fähigen Fachkräften von morgen.

Nachstehend sind zwei typische und zeitgemässe Berufsbilder erläutert, welche im Betrieb der Firma Weibel gelehrt werden.

Polygraf
Die stete Veränderung und Anpassung der Berufsbilder als Folge der Technologie- Entwicklung ist erheblich. Der Beruf des Polygrafen; im Jahre 1995 neu in den Unternehmen als Ablösung der Lehrberufe Typograf und Lithograf eingeführt, nahm dann sieben Jahre nach der Einführung und den Erfahrungen mit den Pilotversuchen, gemäss Umsetzungsfahrplan ab dem Jahre 2002 konkrete Gestalt an. Die Idee des neuen Ausbildungskonzeptes, das erste Lehrjahr zu rund ¾ Jahr an einer Berufsschule als Grundausbildung visuelle Kommunikation (GVK) zu absolvieren, leitet sich von den hohen Grundbedürfnissen der Informatik, den Sprachen und den erweiterten Anforderungen an die Basisausbildung der Lehrlinge ab. Auch für den Lehrbetrieb tritt eine neue Situation ein. Der Lehrling oder die Lehrtochter integriert sich im Ausbildungsbetrieb erst ab dem 2.Lehrjahr, nachdem sie im ersten nur zwei bis vier Praktikas von wenigen Wochen im Lehrbetrieb absolvieren. Im 2.- 4. Lehrjahr ist lediglich ein Schultag vorgesehen, so dass in dieser Ausbildungsphase die praktische Ausbildung voll zum Tragen kommt.

Polygrafen sind für die Visualisierung von Texten, die Verarbeitung von Bildern sowie für das perfekte Zusammenspiel dieser beiden Elemente zuständig. Der Polygraf steht am Anfang des Prozesses der Medienproduktion. Seine Endprodukte sind komplette Druckvorlagen oder Datenfiles. Aus den Vorlagen entstehen Drucksachen, von den Originaldaten werden elektronische Medienprodukte wie Internetseiten oder CD-ROMs realisiert. Heute arbeitet der Polygraf mehrheitlich mit digitalisierten Daten. Alle Aufträge entstehen auf Hochleistungs-Computersystemen. Die Arbeit am Computer muss dem Polygrafen also Spass machen, verbringt er doch einen grossen Teil seiner Arbeitszeit vor dem Bildschirm. Er sollte kreativ sein und mit Hilfe von modernen Technologien etwas gestalten können, das seiner eigenen Fantasie entspricht.

Schuldbildung: Voraussetzung für einen reibungslosen Ablauf und Umsetzung der Lernziele während der 4jährigen Ausbildung sind; a) Bezirksschule, b) 4 Jahre Sekundarschule mit guten Noten in deutscher, französischer und englischer Sprache. Für die Bewerbung einer 4tägigen Schnupperlehre ist von Vorteil, das Zertifikat des Eignungstestes Viscom (schulischer Wissenstest) beizufügen, damit eine grösstmögliche Transparenz und eine bestmögliche erste Auswahl gewährleistet werden kann.

Drucktechnologe
Der Beruf Drucktechnologe löst den Beruf des Druckers ab. Da dessen Reglement zum Abschluss gebracht wurde, konnte dieser Beruf auf den Lehrbeginn 2001 eingeführt werden. Offensichtliche Neuerungen sind die Berufsbezeichnung, der Einbezug der Fachrichtungen Digitaldruck und Etikettendruck, die stärkere Gewichtung des Datenhandlings sowie das dreimonatige Praktikum in einer anderen Fachrichtung im internen oder externen Austausch. Der Andrucker ist als Fachrichtung gestrichen.

Im Mittelpunkt der Drucksachenherstellung steht also der Drucktechnologe. Um ihn dreht sich alles. Von der Druckvorstufe “Polygraf” erhält er die Unterlagen für die Produktion wie z.B. Geschäftsdrucksachen: Briefpapier, Prospekte, Visitenkarten wie auch Plakate, Bücher und Zeitschriften usw. Der Weiterverarbeitung (Druckausrüster oder Buchbinder) übergibt er seine gedruckten Aufträge.
Der Drucktechnologe stellt von einer Originaldruckform oder von einem Datenfile beliebig viele Abdrucke her. Er steuert seine Druckmaschine so, dass Texte und Abbildungen, schwarz oder farbig, in einwandfreier, gleichbleibender Qualität gedruckt werden. Weiter trägt er eine grosse Verantwortung für Maschinen, Geräte, Apparaturen und Materialien. Ihm werden Maschinen anvertraut, die zwischen einigen hunderttausend und mehreren Millionen Franken wert sind. Wer Drucktechnologe oder Drucktechnologin lernt, ist in einem sehr anspruchsvollen und vielseitigen Beruftätig. Die Ausbildung dauert vier Jahre und beginnt mit dem Schuljahr der zuständigen Berufsschule (Graphische Fachschule Aarau), 2 Schultage im 1. Lehrjahr, 1 Schultag in den übrigen Lehrjahren.

Schulbildung: Sekundarschule
3tägige Schnupperlehre auf Anfrage möglich.

Weitere Infos zu Berufsbildern aus der Druckbranche finden Sie unter: http://www.viscom.ch/deutsch/kerngebiete/berufsbilder.htm

Druckausrüster
Am Ende der Produktionskette bei der Herstellung von Drucksachen steht die Weiterverarbeitung, Ausrüsterei genannt. Der Druckausrüster verarbeitet die bedruckten Papierbogen zu gebrauchsfertigen Druckprodukten wie Geschäftsdrucksachen, Broschüren, Formularen usw.; er gibt ihnen den letzten Schliff. Der Druckausrüster schneidet Papier, falzt Druckbogen, heftet Prospekte, leimt Blöcke, perforiert Karton, bandiert und verpackt Formulargarnituren. Dabei benützt er Maschinen, die er selber einstellt und steuert. Bei all den verschiedenen Drucksachen macht er Qualitätskontrollen, bevor sie dem Kunden abgeliefert werden.

Berufsanforderung: Gute körperliche Verfassung und Auffassungsgabe sowie logisches Denken – Teamfähigkeit, technische Begabung und handwerkliches Geschick. Der Druckausrüster sollte Freude im Umgang mit technischen Anlagen haben sowie exaktes, zuverlässiges und verantwortungsbewußtes Handeln werden verlangt.

Schuldbildung: Realschule
Die Ausbildung dauert 2 Jahre und beginnt mit dem Schuljahr der zuständigen Berufsschule (Bern), je 1 Schultag pro Woche.
2-3tägige Schnupperlehre auf Anfrage möglich.